Um die Chancengleichheit aller Bürger auf rechtliche Betreuung und gleichen Zugang zu den Gerichten zu wahren, sieht das Beratungshilfegesetz im Rahmen der vorsorgenden Rechtspflege eine Rechtsberatung einkommensschwacher Personen vor. Der Rechtssuchende erhält auf Antrag vom Amtsgericht einen Berechtigungsschein, mit dem er einen Rechtsanwalt seiner Wahl zur  Beratung oder Vertretung aufsuchen kann. Der Mandant zahlt dem Rechtsanwalt einen Eigenanteil von 15,-  Euro.

Die restlichen Kosten übernimmt die Staatskasse. Es ist zu beachten, dass der Berechtigungsschein vor der ersten  Beratung durch einen Rechtsanwalt von dem Rechtssuchenden selbst beim Amtsgericht zu beantragen ist.

Man kann also auch, wenn man sich normalerweise keinen Rechtsanwalt leisten könnte, eine Rechtsanwalt aufsuchen. Für den Antrag beim Amtsgericht sind der Nachweis der Einkommens- und Vermögenssituation und Angaben zu dem Rechtsproblem erforderlich.

Die Beratungshilfe gilt für den außergerichtlichen Bereich. Für den gerichtlichen Bericht gibt es die Verfahrenskostenhilfe.

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